Nachbarschaften mit Zukunft gestalten – ein gelungener Auftakt, Fortsetzung folgt

Was für ein Abend! Rund 40 Interessierte sind am 9. Oktober unserer Einladung in den Kirchenpavillon am Kaiserplatz gefolgt, um gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir unsere Nachbarschaften lebendiger, grüner und zukunftsfähiger machen können. Die Veranstaltung Nachbarschaften mit Zukunft gestalten – von der Idee zum Projekt fand im Rahmen der Bonner SDG-Tage 2026 statt. Ausgerichtet haben wir sie gemeinsam mit Wohngefährten Bonn e.V. und in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Bonn.

Die Fragen, die viele mitgebracht haben, waren ganz ähnlich: Ich habe eine Idee für ein soziales oder nachhaltiges Projekt vor meiner Haustür – aber wie fange ich an? Wer macht mit? Und wie bleiben wir dran? Genau darum ging es an diesem Abend.

Drei Impulse aus der Praxis

Den Auftakt machten drei kurze Impulsbeiträge. Unsere Gäste haben erzählt, wie ihre Projekte entstanden sind, welche Hürden sie genommen haben und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Damit haben sie den Boden für die anschließenden Gespräche bereitet.

Impuls 1: Gemeinsam ins Handeln kommen und dranbleiben

Daniel Klein und Kirstin Werdenig haben die Change Clubs vorgestellt. Die Change Clubs ermutigen Menschen, sich zusammenzutun und ihren Alltag gemeinsam klimafreundlicher zu gestalten – mit Freund:innen, in der Nachbarschaft oder im Job. Dafür gibt es praktische Tools, konkrete Handlungsimpulse, eine kostenfreie App und eine wachsende Community. So werden aus kleinen Schritten spürbare Veränderungen im eigenen Umfeld.

Impuls 2: Endenich zukunftsfähig machen

Harris Tiddens vom Zukunftsforum Endenich hat gezeigt, wie ein ganzes Stadtviertel sich auf den Weg machen kann. Wie wird Endenich erdgasfrei? Wo stehen künftig Ladesäulen? Was hilft gegen Starkregen und Hitze, und wo kann entsiegelt und begrünt werden? Seine Botschaft: Bonn wird nur zukunftsfähig, wenn alle 51 Stadtviertel mitziehen – und wenn die Bewohner:innen selbst Verantwortung übernehmen. Das Zukunftsforum Endenich tut genau das, und zwar mit Spaß.

Impuls 3: Mit dem Klimamobil unterwegs

Gerald Knauf vom Wissenschaftsladen Bonn e.V. (WILA Bonn) hat Tipps und Tricks für nachbarschaftlich organisierte Klimaprojekte mitgebracht. Das Klimamobil ist ein mobiles Mitmachzentrum, das der WILA über mehrere Monate koordiniert hat. Projekte, Veranstaltungen und Beratungen fanden dabei direkt an öffentlichen Plätzen, im Quartiersmanagement oder bei Partnerorganisationen statt – so konnten möglichst viele Menschen mitmachen. Anhand ausgewählter Projekte hat Gerald Knauf Chancen und Erfolgsfaktoren vorgestellt, die zum Nachahmen einladen. Mehr dazu findet Ihr beim WILA Bonn und in unserem Beitrag zur Projektwerkstatt für eine klimaresiliente Bonner Innenstadt.

Von der Idee zum ersten Schritt: die Tischrunden

Die Impulse waren ein idealer Anknüpfungspunkt für den zweiten Teil des Abends. In moderierten Tischrunden wurde über eigene Ideen und über die Herausforderungen klimarelevanter Gemeinschaftsprojekte ausgetauscht. Was passt zu meiner Nachbarschaft? Welche Ressourcen gibt es schon vor Ort? Und wie könnten die ersten Schritte aussehen?

Es wurde intensiv diskutiert, nachgefragt und vernetzt. Dabei zeigte sich: Viele gute Ideen sind schon da – oft fehlen nur Mitstreiter:innen, Know-how oder ein Anstoß, um loszulegen. Genau dafür war dieser Abend gedacht.

Es geht weiter!

Das Feedback war durchweg sehr positiv – und viele von Euch haben sich gewünscht, dass es mehr Veranstaltungen dieser Art gibt. Das freut uns riesig!

Und die gute Nachricht: Es geht weiter. Gerald Knauf vom WILA Bonn hat angeboten, sich um eine Veranstaltungsreihe in diesem Format zu kümmern. Darüber freuen wir uns sehr und sagen schon jetzt herzlichen Dank für diese Unterstützung.

Du möchtest dabei sein, eine eigene Idee einbringen oder bei der Reihe mitwirken? Dann melde Dich gerne direkt bei Gerald Knauf beim Wissenschaftsladen Bonn.

Danke!

Ein herzliches Dankeschön an Daniel Klein, Kirstin Werdenig, Harris Tiddens und Gerald Knauf für ihre inspirierenden Impulse. Danke auch an Wohngefährten Bonn e.V. für die tolle Zusammenarbeit und an das Evangelische Forum Bonn für die Kooperation. Und vor allem: Danke an Euch alle, die Ihr da wart, mitgedacht und mitdiskutiert habt!

Wir freuen uns darauf, Euch bei der nächsten Veranstaltung wiederzusehen – und auf all die Nachbarschaftsprojekte, die aus diesem Abend entstehen.

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