Wie kann man dauerhaft bezahlbaren Wohnraum schaffen? Tübingen geht neue Wege und gründet die „Dachgenossenschaft Wohnen Tübingen“

#WirsindStadt findet: So eine Dachgenossenschaft könnte auch für Bonn ein hilfreicher Baustein sein, um dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu schaffen!

Im Februar 2021 wurde in Tübingen der Startschuss zur Gründung der Dachgenossenschaft Wohnen Tübingen gegeben. Sie wird als Dach für verschiedene selbstorganisierte Wohnprojekte fungieren: Als große Solidargemeinschaft wird sie Unterstützung bei Planung, Finanzierung, Bau und langfristiger Bewirtschaftung von individuellen Wohnprojekten leisten. Die genossenschaftlichen Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstorganisation und Selbstverantwortung stehen im Vordergrund und nicht der wirtschaftliche Profit beim Verkauf der Wohnungen. Die Dachgenossenschaft kann ihren Mitgliedern langfristig bezahlbaren Wohnraum mit lebenslangem Wohnrecht zur Verfügung stellen. Wer den Eigenkapitalanteil (das sind der Regel 20 Prozent der Baukosten) nicht selbst finanzieren kann, kann zudem Unterstützung durch einen Solidarfonds erhalten. So kann genossenschaftliches Wohnen auch für Menschen mit schmaler Geldbörse ermöglicht werden.

Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben mit 1,4 Mio.€ als Modellprojekt, und sieht darin eine „Blaupause“, die auch für andere Kommunen als Vorbild dienen kann. Die Stadt selber gibt 1 Mio. € dazu. Mit den Mitteln werden die Anlaufkosten für die Genossenschaft in den ersten 8 bis 10 Jahren mitfinanziert. Danach wird die Genossenschaft ihre Kosten aus den laufenden Geschäften selber erwirtschaften.

Mehr zur „Tübinger Dachgenossenschaft Wohnen“, dem Konzept, den Vorteilen und zum Finanzierungsmodell findet ihr hier in unserer Linksammlung.

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